Die Aufgaben des Kirchenvorstandes

Warum gibt es einen Kirchenvorstand, und was macht eigentlich der Kirchenvorstand, mag sich das eine oder andere Gemeindemitglied schon gefragt haben.

Einen Kirchenvorstand gibt es, weil die Kirchengemeinde als juristische Person keine Rechtsgeschäfte abschließen kann. Salopp gesprochen können St. Cäcilia und Herz Jesu keinen Vertrag unterschreiben. Das können nur natürliche Personen. Wie die gewählten Mitglieder des Kirchenvorstandes, die für die Kirchengemeinde handeln.

Was macht aber nun der Kirchenvorstand? Der Kirchenvorstand verwaltet das Vermögen in der Kirchengemeinde. Zum Vermögen der Kirchengemeinde gehören die Immobilien ( z.B. das Kirchengebäude und die Kindertagesstätten), aber auch evtl. vorhandene Erbbaurechte und Finanzanlagen. Bei den Immobilien geht der Kirchenvorstand nicht anders vor, als andere Immobilienbesitzer auch. Er sorgt dafür, dass alles ordentlich aussieht, dass notwendige Reparaturen durchgeführt werden, plant notwendige Umbauarbeiten, kurzum, er bemüht sich, den Wert der Immobilien zu erhalten.

Der Kirchenvorstand verwaltet aber nicht nur die bestehenden Immobilien, der entscheidet auch über den Neubau und den Ausbau von Immobilien. Der Kirchenvorstand plant gemeinsam mit den Architekten die Maßnahmen, stellt den Bauantrag, regelt die Finanzierung usw.

Wie arbeitet der Kirchenvorstand? Der Kirchenvorstand trifft sich alle 4 – 6 Wochen zu einer Sitzung, bei der die anstehenden Punkte beraten und Beschlüsse gefasst werden. Für die laufenden Kosten wird zu Beginn des Jahres ein Haushaltsplan aufgestellt, der die zu erwartenden Einnahmen und Ausgaben gegenüberstellt und die Richtschnur für die Entscheidungen ist.

Wie kommt nun die Kirchengemeinde zu ihrem Kirchenvorstand? Die Kirchengemeinde wählt den Kirchenvorstand. Die Mitglieder des Kirchenvorstandes werden für 6 Jahre gewählt. Damit die Kontinuität der Arbeit des Kirchenvorstandes gewahrt bleibt, werden alle 3 Jahre Wahlen zum Kirchenvorstand durchgeführt. Bei dieser Wahl wird jeweils die Hälfte der wählbaren Mitglieder des Kirchenvorstandes neu gewählt. Der Kirchenvorstand besteht also immer zur Hälfte aus „alten“ und „neuen“ wählbaren Mitgliedern. Neben den wählbaren Mitgliedern des Kirchenvorstandes gibt es auch ein „geborenes“ Mitglied des Kirchenvorstandes. Das ist der Pfarrer als der vom Bischof beauftragte Leiter der Gemeinde.

Der Kirchenvorstand spielt für das finanzielle Wohl der Gemeinde also eine wichtige Rolle und sollte von einer möglichst großen Zahl von Gemeindemitgliedern gewählt werden. Auch um dem Kirchenvorstand das Gefühl zu geben, dass die Gemeinde hinter ihm steht.